91 PLAN B. (Teil 3)

Happy Guitar-Day

Und dann war es plötzlich soweit! Vor rund einer Woche wachte ich auf und hatte einen runden Geburtstag. Es war aber gar nicht schlimm. Im Gegenteil: Neben den tollen & lieben Geschenken meiner Familie erwartete mich ja auch meine fertige Baron. Kluger Schachzug – kann ich nur weiterempfehlen … 😉

Wir hatten uns zur Abholung in der Werkstatt verabredet — natürlich unter Einhaltung der aktuellen Sicherheitsvorschriften. Die beste aller Ehefrauen, die mir vor einigen Jahren den Impuls zu meinem #timschraubtbass-Experiment gegeben und dann vorletztes Jahr meine Idee, mir eine Gitarre von Oliver bauen zu lassen, für gut befunden hatte, begleitete mich und machte Fotos. Danke! 😉

Ich sah mein Baron „Modell 1“ tatsächlich zum allerersten Mal! Obwohl Oliver meine Gitarre bereits in seinem Insta-Kanal gezeigt hatte und sie sogar zum Cover-Model seiner neuen Website erkoren hatte. Hat er mir aber erst dann gesagt!

Dann öffnete ich den Koffer ….

Meine Baron!
Gutes Gefühl!
Erste Akkorde …
… gut im Griff.
Einmal kurz (!) nebeneinander gestellt … Der Meister-Gitarrenbauer und sein erster Baron-Kunde!
Zu Hause angekommen.
Ein ausführliches Foto-Shooting mit allen Details wird folgen, wenn die Sonne mal wieder scheint … Aber es ist auf diesen Fotos schon Wahnsinn, wie sich das Farbenspiel der Decke bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen verändert!

Und dann?

Dann war erstmal Geburtstag und so. Ein sehr schöner Tag, trotz der aktuellen Umstände. Ich kam nur kurz zum Spielen und Testen meiner Baron. Oliver sagte, es sei durchaus mit einem gewissen Einspiel-Effekt zu rechnen. Das habe er früher anders gesehen, seine Meinung dazu aber in den letzten Jahren geändert.

Ein paar Tage später, nachdem ich mehrere Stunden mit meiner Baron verbracht hatte, schrieb ich Oliver ein erstes Feedback – das ich hier der Einfachheit halber fast ungekürzt wiedergebe:

Ich hatte erst nur kurz Gelegenheit, meine Baron am Amp zu testen. Zwischendurch habe ich sie öfter mal ohne Amp gespielt, sie stand noch unten im Wohnzimmer. Gestern Abend (spät) habe ich sie etwas länger über meinen Vox VT20 mit Kopfhörern (notgedrungen) gespielt — und heute endlich mal länger (1,5 h) oben im Studio mit meinem Röhrenamp.

Es ist wirklich faszinierend: Ich habe den Einspielprozess noch nie so aktiv und deutlich wahrgenommen — ich habe das Gefühl, die Gitarre hat sich mir mit jedem Mal ein Stück mehr „geöffnet“, anders kann ich es kaum beschreiben.

Im Detail: Ich habe bisher vor allem clean gespielt. Am Steg-PU kommen tolle klare Sounds mit jeder Menge Höhen („Presence“ am Amp nach und nach ganz zugedreht), die man mit dem Tone-Regler wunderbar in den Griff bekommt.

Am Hals-PU ist es ähnlich — naturgemäß mit etwas weicherer, tiefer schwingender Ausgangsbasis. Wenn ich Volume und Tone etwas zurücknehme, ist es total beeindruckend, wie der akustische Klang der Gitarre zum Tragen kommt — ich habe noch nie auf einer E-Gitarre so überzeugend Fingerpicking spielen können, sowohl vom Sound als auch vom Spielgefühl her.

In der PU-Mittelstellung verstärkt sich dieser Effekt nochmal. Total cool.

Beim Strumming schwingen sich mir die Akkorde förmlich entgegen — sehr resonant, sehr harmonisch. Und man muss sauber spielen: Alles schwingt sofort los, wenn man irgendwas an der Gitarre berührt!

Und das war jetzt erst Tag drei …

Am Hals-PU würde ich evtl. noch was justieren wollen, der Bassbereich (vor allem die E-Saite) fällt etwas gegen den Diskant ab.

Aber erstmal weiter einspielen … Am besten nehme ich mir wohl Urlaub!“

Ich bin also erstmal gut mit dem Einspielen meiner Baron beschäftigt. Weitere Berichte werden folgen – stay tuned!

PS: Der Vollständigkeit halber noch die letzten Schritte im Bauprozess, von Oliver fotografisch festgehalten & mir zur Verfügung gestellt:

Fertiges Finish.
Die guten Amber-PUs in der Baron-Spezialversion werden eingesetzt & verdrahtet.
Die Elektrik, vormontiert & verdrahtet auf dem genialen Ebenholz-Bedienfeld, wird eingesetzt.

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