{"id":1384,"date":"2018-07-29T13:01:13","date_gmt":"2018-07-29T11:01:13","guid":{"rendered":"http:\/\/tim-stelzer.de\/timschraubtbass\/?p=1384"},"modified":"2022-10-24T21:04:39","modified_gmt":"2022-10-24T19:04:39","slug":"65-das-verdammte-kleine-e","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/?p=1384","title":{"rendered":"65 DAS VERDAMMTE KLEINE \u201de\u201d"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Abschied von Harald.<\/strong><\/h1>\n<p><strong>An meiner Wand h\u00e4ngt ein neuer E-Bass. Nein. Er ist&nbsp;nicht neu \u2013 er geh\u00f6rt meinem Freund Harald Kellermann. Nein. Er geh\u00f6rte Harald. Ich schaue auf den E-Bass, es ist ein sehr sch\u00f6ner Fender Jazz Bass, aber ich sehe nur dieses kleine \u201de\u201d, das aus \u201dgeh\u00f6rt\u201d einfach \u201dgeh\u00f6rte\u201d gemacht hat. Denn am 10. Juni 2018 ist Harald nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Der E-Bass ist jetzt hier bei mir, weil&nbsp;Harald ihn mir vermacht hat. Und ich w\u00fcnschte, ich k\u00f6nnte ihn wieder eintauschen \u2013 gegen dieses verdammte kleine \u201de\u201d. Und meinen Freund Harald.<\/strong><\/p>\n<p>Es f\u00e4llt mir immer noch schwer, Worte zu finden, die den traurigen Geschehnissen der letzten Monate gerecht werden. Doch seit Haralds Bass hier an meiner Wand h\u00e4ngt \u2013 dahinter ein Foto, auf dem Harald ihn spielt \u2013, f\u00fchle ich das starke Bed\u00fcrfnis, mich noch einmal bei ihm daf\u00fcr zu bedanken. F\u00fcr viele andere Dinge hatte ich mich schon bei ihm bedankt \u2013 in einem langen Brief, geschrieben nach der endg\u00fcltigen Diagnose, als es keine Grundlage mehr f\u00fcr die Hoffnung auf seine Genesung gab.&nbsp;Aber ich habe erst nach Haralds Tod erfahren, dass ich seinen Bass bekommen sollte. Eine passendere oder bedeutsamere materielle Erinnerung an ihn k\u00f6nnte es f\u00fcr mich kaum geben. Deswegen ist es mir zwar noch lange keine Freude, den Bass hier bei mir zu haben \u2013 aber eine sehr gro\u00dfe Ehre.<\/p>\n<p>Harald Kellermann \u2013 gibt es einen besseren Nachnamen f\u00fcr einen Bassisten? \u2013 war einer meiner besten und \u00e4ltesten Freunde. Kennen gelernt haben wir uns vor \u00fcber 25 Jahren. Eine lange Zeit, m\u00f6chte man meinen. Dass die Zeit am Ende so schnell so knapp wurde, ist f\u00fcr mich immer noch schwer zu begreifen. Und dass jetzt eben keine weiteren 25, 35 oder wie viele Jahre auch immer noch dazu kommen werden. Also ist und bleibt jetzt alles, was mit Harald zu tun hat, in der Vergangenheit.<\/p>\n<p>Dieses verdammte kleine \u201de\u201d \u2013 man muss es nur an so sch\u00f6ne W\u00f6rter wie \u201dlebt\u201d, \u201dwohnt\u201d, \u201dspielt\u201d, \u201dlacht\u201d, \u201derz\u00e4hlt\u201d oder \u201dfreut\u201d anf\u00fcgen, und schon ist alles vorbei, was gerade noch Gegenwart war. Deshalb m\u00f6chte ich die folgenden kurzen Episoden unserer langen Freundschaft anders aufschreiben. Im Pr\u00e4senz. Um sie mir ein letztes Mal zu vergegenw\u00e4rtigen.<\/p>\n<p>Also los \u2013 eins, zwei, drei, vier \u2026<\/p>\n<h4>INTRO<\/h4>\n<p>Es ist April oder Mai 1993, Anfang des Sommersemesters in M\u00fcnster, meinem zweiten Semester. In der \u201dna dann\u201d, dem lokalen w\u00f6chentlichen Anzeigenblatt, finde ich eine Anzeige: \u201dAkustik-Gitarrenduopartner gesucht.\u201d Ich rufe bei der angegebenen Telefonnummer an. &#8222;Kellermann&#8220;, meldet sich eine kernige Stimme. Harald und ich vereinbaren einen Termin. Ein paar Tage sp\u00e4ter steht er mit Gitarrenkoffer in meinem Studentenzimmer in Gievenbeck. Wir spielen uns gegenseitig ein paar Sachen vor. Instrumentalst\u00fccke, auch eigene Kompositionen. Dann spielen wir noch gemeinsam irgendwas, einen einfachen Blues. Wir merken: Das k\u00f6nnte wohl zusammenpassen.<\/p>\n<h4>1. STROPHE \u2013 1993 bis 1996<\/h4>\n<p>Ab dem Fr\u00fchling 1993 treffen Harald und ich uns regelm\u00e4\u00dfig einmal in der Woche zum Gitarrespielen \u2013 abwechselnd bei ihm in seinem WG-Zimmer in der Schillerstra\u00dfe und bei mir in meinem Zimmer in Gievenbeck. Wir bauen ein sch\u00f6nes Programm auf, bestellen uns das \u201dReal Book\u201d und geben uns der Illusion hin, dass wir eines Tages echte Jazzer werden.<\/p>\n<p>Einmal, irgendwann im Sommer, gehen wir zur Tankstelle bei ihm um die Ecke, kaufen ein paar Dosen Bier \u2013 und Harald zeigt mir den \u201dHafen\u201d von M\u00fcnster (als geb\u00fcrtiger Wilhelmshavener muss ich das in Anf\u00fchrungszeichen schreiben). Wir setzen uns mit den Gitarren auf die Kaimauer, schieben vorher die Glasscherben beiseite und be\u00e4ugen misstrauisch die komischen Gestalten ein paar Meter weiter. Und machen Musik, die in der Dunkelheit des st\u00e4dteplanerisch noch vollkommen unerschlossenen \u201dKreativkais\u201d stimmungsvoll \u00fcbers Wasser schwebt.<\/p>\n<p>Am Kanal sitzen wir auch einmal, auf einer Wiese, und als wir ein paar unserer St\u00fccke gespielt haben, bekommen wir von einigen unserer unfreiwilligen Zuh\u00f6rer Obst geschenkt. Ansonsten treten wir nie \u00f6ffentlich auf \u2013 Harald hat starkes Lampenfieber, um es vorsichtig auszudr\u00fccken. Er will und kann nicht vor Publikum spielen. Ich komme damit klar. Ich habe ja noch meine Band in Wilhelmshaven \u2013 und das Ausarbeiten und Spielen unserer St\u00fccke macht einfach Spa\u00df. Und Harald zu treffen und mit ihm zu reden sowieso.<\/p>\n<p>Als ich mich im Sommer 1995 f\u00fcr ein Jahr in die USA verabschiede, um dort zu studieren, gebe ich meine Gitarre in Haralds Obhut. Er pflegt sie gut, macht aber in seinen ersten Briefen an mich in die USA Scherze \u00fcber diesen kleinen \u201dZimmerbrand\u201d bei ihm. Und als ich 1996 wieder zur\u00fcck in M\u00fcnster bin und ihn in seiner neuen WG in der Querstra\u00dfe besuche, da umarmt er mich zur Begr\u00fc\u00dfung.<\/p>\n<h4>2. STROPHE \u2013 1997 bis 2002<\/h4>\n<p>Anfang 1997 ziehe ich mit Hannes in eine 2er-WG im Zentrum Nord. Seltsame Wohngegend, seltsames Haus, aber Harald sagt gleich beim ersten Besuch: Wenn hier mal was frei wird, sag Bescheid. Das tue ich ungef\u00e4hr ein Jahr sp\u00e4ter. Und pl\u00f6tzlich sind wir Nachbarn und wohnen nicht nur im gleichen Haus, sondern sogar direkt T\u00fcr an T\u00fcr.<\/p>\n<p>Hannes kommentiert irgendwann am\u00fcsiert: Seit ihr Nachbarn seid, spielt ihr gar nicht mehr zusammen Gitarre. Stimmt, das passiert nur noch selten. Heute erkl\u00e4re ich mir das so: Wir sind zu diesem Zeitpunkt schon so gute Freunde, dass wir die Gitarren nicht mehr als Ausrede brauchen, um Zeit miteinander zu verbringen.<\/p>\n<p>Ich mache im Sommer 1999 Examen und bleibe in M\u00fcnster, weil ich hier \u00fcberraschenderweise einen guten Job finde. Hannes zieht nach seinem Examen Anfang 2000 nach K\u00f6ln und ich \u00fcbernehme die Wohnung. Harald und ich bleiben Nachbarn und sind es mehr denn je. Er hilft mir, meinen riesigen neuen Kleiderschrank aufzubauen \u2013 wir brauchen dreieinhalb Stunden. Handwerklich ist er fast genauso unbegabt wie ich.<\/p>\n<p>Wir sind viel gemeinsam unterwegs \u2013 vor allem am Hafen, der inzwischen \u201dKreativkai\u201d hei\u00dft und uns mit dem Hot Jazz Club eine Menge zu bieten hat. Harald steigt in eine Band ein \u2013 als Bassist. Ich berate und begleite ihn beim Kauf seiner ersten B\u00e4sse, leihe ihm meinen Verst\u00e4rker f\u00fcr Konzerte. Er schafft es mittlerweile, \u00f6ffentlich auf einer B\u00fchne zu stehen und Musik zu machen.<\/p>\n<p>So ziemlich jeden Samstagnachmittag sitzen wir bei ihm oder mir vorm Fernseher, trinken Tee und schauen Weltraumserien wie \u201dStar Trek: Voyager\u201d und \u201dDeep Space Nine\u201d. Sp\u00e4ter am Abend gibt&#8217;s dann Bier, oft im \u201dScott&#8217;s View\u201d, und noch sp\u00e4ter treffen wir uns mit Haralds gro\u00dfem, buntem Freundeskreis irgendwo, zum Beispiel im Cuba zur \u00dc30-Party. Irgendwann zwischen 1 und 3 Uhr morgens fahren wir zur\u00fcck ins Zentrum Nord. Manchmal essen wir noch einen D\u00f6ner hinterm Bahnhof. Einmal will uns die Polizei anhalten und wir fl\u00fcchten mit unseren R\u00e4dern wie wild um irgendwelche Wohngebietsecken, bis wir kaum noch wissen, wo wir sind. Und einmal, im tiefsten Winter, legen wir uns stockbetrunken an der Kanalstra\u00dfe in den kalten Schnee und schauen in den klaren Himmel. Am n\u00e4chsten Tag weist Harald darauf hin, wie bescheuert und grenzwertig das war: Wir h\u00e4tten einschlafen und sterben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir unternehmen viel gemeinsam \u2013 fahren zum Beispiel nach Enschede, machen Radtouren oder gehen einfach nur im Nordpark spazieren. Als Harald h\u00f6rt, dass ich Wurste- und Leberbrot nicht kenne, kocht er mir das westf\u00e4lische Traditionsgericht \u2013 mit Himmel &amp; Erde. Immer, wenn ich im Winter Gr\u00fcnkohl von meiner Oma aus Wilhelmshaven bekomme, lade ich ihn zum Essen ein. Denn Harald liebt friesischen Gr\u00fcnkohl. Und als ich Anfang 2000 an einem Freitagabend mit so hohem Fieber zu Hause flach liege, dass ich den \u00e4rztlichen Notdienst rufe, f\u00e4hrt er nach dessen Besuch mit dem Rezept zur Nachtdienst-Apotheke und holt mir die Medikamente.<\/p>\n<p>Wir sind manchmal unterschiedlicher Meinung \u00fcber irgendwelche Sachen, Musik zum Beispiel, aber an einen echten Streit kann ich mich nicht erinnern. Harald ist ein Freund klarer Worte \u2013 die er meist mit der Formel \u201dAber Hand aufs Herz: \u2026\u201d einleitet. Seine freundschaftliche Ehrlichkeit ist mir mindestens einmal eine gro\u00dfe Hilfe: Ende 2001 bei irgendeinem Fest am Hafen stehen wir im Hot Jazz Club. Ich warte auf die Frau, in die ich ungl\u00fccklich verliebt bin, und die gesagt hatte, dass sie auch hierhin kommt. Aber sie kommt nicht. Und ich warte. Und warte. Bis sich irgendwann Harald zu mir umdreht, mir in die Augen schaut, seine Hand auf meine Schulter legt und sagt: \u201dTim, wenn sie irgendein Interesse an dir h\u00e4tte, dann w\u00e4re sie jetzt schon hier.\u201d Er hat recht. Und ich brauche diese klare Ansage, um es zu kapieren. Ich glaube, ohne Harald w\u00fcrde ich da immer noch stehen und warten.<\/p>\n<h4>Zwischenspiel \u2013 2002 bis 2004<\/h4>\n<p>Als ich Ende 2002 nach Hamburg ziehe, um dort meinen neuen Job anzutreten, f\u00e4hrt Harald mich nach der Wohnungs\u00fcbergabe an meinen Nachmieter zum Bahnhof. Das wolle er sich nicht nehmen lassen, sagt er. Da ich inzwischen Claudia gefunden habe und wir die Wochenenden abwechselnd in Hamburg und M\u00fcnster verbringen, ist mein Abschied nicht endg\u00fcltig. 2004 kehre ich tats\u00e4chlich zur\u00fcck nach M\u00fcnster, mache mich selbst\u00e4ndig, ziehe zu Claudia und schreibe Harald vorher zum Geburtstag eine Karte: \u201d\u2026 Jedenfalls freue ich mich schon darauf, ab Mai wieder \u00f6fter mal mit dir ein Bierchen zu trinken oder Gitarre zu spielen oder am besten gleich beides auf einmal.\u201d (Ich wei\u00df das so genau, weil ich inzwischen alle (!) meine Postkarten und Briefe an Harald wieder hier bei mir habe \u2013 er hat sie tats\u00e4chlich immer alle aufbewahrt.)<\/p>\n<h4>3. Strophe \u2013 2004 bis 2017<\/h4>\n<p>Ich bin wieder in M\u00fcnster. Harald leiht sich meinen Kontrabass \u2013 als wir ihn aus dem Keller holen, wo er jetzt schon eine Weile eingepackt steht, stellen wir fest, dass er ein bisschen Schimmel angesetzt hat. Harald nimmt ihn trotzdem mit und reinigt ihn, wird aber nicht so richtig warm damit.<\/p>\n<p>2005 heiraten Claudia und ich. Haralds Freund Roland, Meisterfotograf, macht die offiziellen Fotos. Darunter sind einige von Harald, die ich sehr mag. Zum Beispiel dieses:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/tim-stelzer.de\/timschraubtbass\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tim-und-Claudia-150.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1405\" data-permalink=\"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/?attachment_id=1405\" data-orig-file=\"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tim-und-Claudia-150.jpg\" data-orig-size=\"992,1366\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;NIKON D70&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1121516142&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;92&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.004&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Version 2&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Version 2\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tim-und-Claudia-150-744x1024.jpg\" src=\"http:\/\/tim-stelzer.de\/timschraubtbass\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tim-und-Claudia-150-744x1024.jpg\" class=\"alignnone size-large wp-image-1405\" width=\"525\" height=\"723\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tim-und-Claudia-150-744x1024.jpg 744w, https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tim-und-Claudia-150-218x300.jpg 218w, https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tim-und-Claudia-150-768x1058.jpg 768w, https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tim-und-Claudia-150.jpg 992w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ende 2005 wird unser Sohn Jonathan geboren. Meine Band \u201dBarn Pain\u201d, in der ich seit 1997 Leadguitar gespielt hatte (meinen Gitarrenverst\u00e4rker hatte ich \u00fcbrigens Harald abgekauft), l\u00f6st sich leider auf. Ich habe aber jetzt eine Familie und viel zu tun. Harald lernt inzwischen neue Musiker kennen und schlie\u00dflich den Schlagzeuger Tim und den Gitarristen Joshy, mit denen es sehr gut l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Harald hat wieder eine Band und spielt Bass. Ich bin etwas neidisch. Irgendwann, als wir uns zum Essen und Bier in einem Restaurant an der Kreuzkirche getroffen haben, sagt er mir: \u201dDu solltest auch wieder in einer Band spielen. Du bist ein geiler Bassist, das w\u00e4re doch sonst schade.\u201d Ich bin zu diesem Zeitpunkt schon so lange bandlos und spiele nur noch so unregelm\u00e4\u00dfig Gitarre oder Bass, dass ich mich zwar geschmeichelt f\u00fchle, aber Harald trotzdem nicht glaube. Doch er schafft es, mit seinen Worten zumindest wieder einen kleinen Musik-Funken in mir zu entfachen, der auch nicht mehr ausgehen wird.<\/p>\n<p>Die Jahre vergehen erstaunlich schnell, 2010 bekommen wir Marlene, vorher hatte ich erfolglos versucht, irgendwo musikalisch Fu\u00df zu fassen und Harald stets davon berichtet. Wir sehen uns ab und zu. Als Marlene in den Kindergarten (und Jonathan in die Schule) kommt, nehme ich mir vor, jetzt wieder ernst mit Musik zu machen. Und das klappt auch. Ich spiele wieder \u00f6fter, k\u00fcmmere mich um meine Instrumente und mache manchmal sogar wieder Aufnahmen.<\/p>\n<p>Harald spielt mit seiner Band \u201dMyCrowFones\u201d inzwischen oft Konzerte, ich schaue mir das an, zum Beispiel im \u201dNippes\u201d und freue mich f\u00fcr ihn. Und wir gehen oft gemeinsam in Konzerte unsere Gitarren- und Bass-Helden, meist im guten alten Hot Jazz Club am Hafen. Wir sehen und h\u00f6ren zum Beispiel Hellmut Hattler. Mike Stern. Al Di Meola. Stuart Hamm. Bei Jeff Berlin muss das Konzert leider wegen Krankheit kurzfristig abgesagt werden \u2013 und da wir keine Lust haben, den Ersatzbassisten zu sehen, gehen wir einfach ein Bier trinken. Oder zwei.<\/p>\n<p>Harald plagen diverse gesundheitliche Probleme, mich manchmal auch, aber grunds\u00e4tzlich geht es uns gut. Im Mai 2016 treffen wir uns nachtr\u00e4glich zu seinem 50. Geburtstag in einem Biergarten an der Promenade und essen und reden. Ich schenke ihm ein Hellmut-Hattler-Signature-Basskabel, \u00fcber das er sich sehr freut. Unser Gespr\u00e4ch entwickelt sich \u2013 wir sind beide im besten Alter daf\u00fcr \u2013 zu einer Art Zwischenfazit. Wo stehen wir im Leben, wie f\u00fchlen wir uns dabei, wie geht es weiter? Ich habe inzwischen endlich wieder eine Band, ein gro\u00dfer Gl\u00fccksfall, und spiele ihm eine Probenraumaufnahme vor, die ihm gut gef\u00e4llt. Und wir reden \u00fcbers Leben, das Universum und den ganzen Rest. Harald betrachtet einige Dinge in seinem Leben etwas kritisch \u2013 zu kritisch, finde ich \u2013, aber wir gehen an diesem Abend mit einem zufriedenen Gef\u00fchl auseinander.<\/p>\n<p>Dieses Gespr\u00e4ch und der Abend sind mir bis heute sehr gut im Ged\u00e4chtnis. Es gibt nicht viele Menschen, mit denen ich solche Gespr\u00e4che f\u00fchren kann. Egal, ob Harald und ich uns zwischendurch ein paar Monate nicht sehen \u2013 wir finden immer sofort schnell eine sehr vertraute gemeinsame Ebene.<\/p>\n<p>In den letzen Jahren begegnen wir uns lustigerweise oft rein zuf\u00e4llig. Als Buddhist w\u00fcrde Harald das vielleicht nicht Zufall nennen, ich wei\u00df es nicht. Aber er sitzt mit Joshy vor einer Kneipe, in die Claudia und ich eines Abends im Sommer gehen, um ein Konzert zu besuchen. Er ist mit seiner Nachbarin Viola im Kreuzeck, um eine Band anzuschauen, als dort auch ich spontan auftauche. Als wir einen Familienspaziergang in den Bockholter Bergen machen, kommt uns im Wald pl\u00f6tzlich ein Radfahrer entgegen \u2013 Harald. Er erz\u00e4hlt von einem Konzert seiner Band, bei dem er vor M\u00fcdigkeit beinahe im Stehen eingeschlafen war.<\/p>\n<p>Und dann, im Januar 2018, als wir eine Familienradtour machen und im Zentrum Nord noch einkaufen gehen, steht Harald nat\u00fcrlich auch pl\u00f6tzlich da. Wir hatten uns schon wieder ein paar Monate nicht gesehen und vereinbaren gleich einen Termin; Harald ist noch im Urlaub. Mitte Januar 2018 gehen wir mittags in der Polizeikantine essen, dann trinken wir Tee bei mir und Harald schaut sich meinen Schraubbass an. Er gef\u00e4llt ihm. Gut einen Monat sp\u00e4ten sprechen wir uns das n\u00e4chste Mal, am Telefon.<\/p>\n<p>Und damit komme ich zu dem Teil unserer Geschichte, den ich nie schreiben wollte.<\/p>\n<h4>CODA<\/h4>\n<p>Ich muss zum Schluss doch noch einmal die Tonart \u00e4ndern \u2013 jetzt brauche ich das kleine \u201de\u201d wieder. Das Pr\u00e4teritum. Die \u201dunvollendete Vergangenheit\u201d. Wie passend. Ich kann und will mir die letzten Monate nicht vergegenw\u00e4rtigen. Sie sollen Vergangenheit sein. Ich brauche den Abstand.<\/p>\n<p>Ich kann und will hier auch nicht die ganzen medizinischen Details darlegen, die zu Haralds im Februar diagnostizierten Krebserkrankung geh\u00f6rten. Nur so viel: Gestorben ist er dann gar nicht am Gallenblasenkrebs, sondern an einer anderen, unheilbaren Erkrankung der Gallenwege, die wohl den Krebs ausgel\u00f6st hatte. Und zu fatalen Problemen mit der Leber f\u00fchrte. So habe ich das jedenfalls verstanden. Oder eben auch nicht \u2013 bis heute ist das alles unfassbar f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Ich habe versucht, f\u00fcr Harald da zu sein, ihn m\u00f6glichst oft zu besuchen. Bei ihm zu Hause, in den verschiedenen Kliniken, in denen er war, und dann in den letzten Wochen auch im Hospiz. Ich brachte ihm Bass-Zeitschriften mit, wir redeten viel, anfangs \u00fcber den aktuellen Stand der Dinge bei ihm, dann m\u00f6glichst normal \u00fcber alles andere. Es gab zwischendurch Phasen der Hoffnung, es gab sehr schlimme Tage und abgesagte Besuchstermine \u2013 und es gab diesen einen Tag Ende April, als Harald mir erz\u00e4hlte, was die \u00c4rzte ihm gesagt hatten: Sie konnten ihm nicht mehr helfen. Er w\u00fcrde bald sterben.<\/p>\n<p>Es war sehr bewegend, wie viele Menschen aus Haralds Umfeld in dieser schweren Zeit f\u00fcr ihn da waren und sich um alle m\u00f6glichen Dinge gek\u00fcmmert haben. So viele, dass die Besuchstermine lange vorab angemeldet und koordiniert werden mussten \u2013 eine \u00c4rztin im Krankenhaus sagte, so etwas habe sie noch nie erlebt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Harald war das eine erstaunlich wichtige Erkenntnis: Dass ihn so viele Menschen so eng und intensiv begleitet haben, hat ihn \u00fcberrascht. Sein Selbstbild war nie besonders positiv. Das hat sich dann allerdings durch seine Krankheit grundlegend ge\u00e4ndert, dazu sp\u00e4ter mehr. Es ist mir ein kleiner Trost, dass ich vielleicht ein kleines bisschen zu dieser Entwicklung beigetragen habe. Ich habe ihm einen langen Brief geschrieben, nachdem klar war, dass wir nur noch in Wochen rechnen w\u00fcrden und nicht mehr in Monaten, schon gar nicht in Jahren. Darin steht Einiges von dem, was ich auch hier aus unserer Geschichte erz\u00e4hlt habe. Ich wollte mich bei Harald f\u00fcr alles bedanken, so lange das noch m\u00f6glich war. Er freute sich sehr dar\u00fcber. Und sagte, dass ihm der Brief sehr viel bedeute. Und dass er sich immer gefreut hat, wenn ich zu Besuch kam \u2013 weil er sich dann einfach entspannen konnte. Das hat mich gefreut und in meiner Hilflosigkeit, von der ich im Brief auch geschrieben hatte, etwas getr\u00f6stet.<\/p>\n<h4>FADE OUT \u2013 \u201dGeh nicht fort von mir\u201d<\/h4>\n<p>Es gab noch eine andere Sache, die gegen die Hilflosigkeit geholfen hat. Harald hatte einen letzten Wunsch: Ich sollte ihm helfen, ein paar Lieder aufzunehmen, die er noch einmal singen wollte und die dann als CD bei seiner Beisetzung verteilt werden sollten. Er hatte sich vier Chansons von Jacques Brel in den deutschen Fassungen von Klaus Hoffman ausgesucht, die ihm sehr am Herzen lagen: \u201dMein Flanderland\u201d, \u201dMarieke\u201d, \u201dGeh nicht fort von mir\u201d und \u201dAdieu, Emile\u201d. Dazu noch die Hermann-van-Veen-Version von Cohens \u201dSuzanne\u201d.<\/p>\n<p>Ich lieh mir dann mobiles Recording-Equipment (Danke noch mal, Christian), besorgte Instrumental- und Karaoke-Versionen der Lieder und bereitete die Aufnahmen so gut es ging vor. Dass Harald die Lieder auf der Gitarre selbst spielt, war leider nicht mehr drin. Er war schon zu schwach. Und ich kannte die Lieder nicht gut genug, um Harald zu begleiten.<\/p>\n<p>Mitte Mai, da war Harald schon seit \u00fcber einer Woche im Johannes-Hospiz in M\u00fcnster, klappte dann zumindest ein Aufnahmetermin. Harald sang in seinem Hospiz-Zimmer \u201dMein Flanderland\u201d und \u201dMarieke\u201d. Und ich war erstaunt, wie viel Kraft, Liebe und Herzblut er noch in seinen Gesang legen konnte. Bei den weiteren Songs passte die Begleitmusik leider nicht so gut \u2013 aber Harald war von den zwei St\u00fccken auch schon sehr ersch\u00f6pft. Es ist dann dabei geblieben. Bei allen weiteren Besuchen hatte er nicht mehr die Kraft, zu singen.<\/p>\n<p>Diana, Haralds Freundin, hatte ihm ein sehr bewegendes Abschiedslied geschrieben, dass Harald sehr sch\u00f6n fand \u2013 also waren drei Lieder f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/sh\/jptnrtd45n3d6sv\/AADkba49ERcOqEomk2xspk_4a?dl=0\">CD<\/a> verf\u00fcgbar, die wir dann tats\u00e4chlich nach der Beisetzung verteilt und allen anderen per Download-Link zur Verf\u00fcgung gestellt haben.<\/p>\n<p>Wenn man Harald jetzt auf den Aufnahmen h\u00f6rt, kommt man gar nicht auf die Idee, dass da ein todkranker Mensch singt. Er war ein toller, begnadeter Musiker \u2013 was er selber zwar nie so gesehen oder gesagt h\u00e4tte, aber nur wenige Wochen vor seinem Tod mal eben so vom Hospizbett aus bewiesen hat. Ich bin gl\u00fccklich dar\u00fcber, dass ich ihm dabei helfen und so seinen letzten Wunsch zumindest zum Teil erf\u00fcllen konnte.<\/p>\n<h4>Stille.<\/h4>\n<p>Da h\u00e4ngt Haralds sch\u00f6ner Fender Jazz Bass an der Wand, ich kann ihn von hier aus sehen, und dahinter das Bild von Harald, wie er den Bass spielt. Und ich sehe Harald, wie er im Hospizgarten sitzt und mir noch einmal von Weitem zuwinkt, als ich gehe. Ich wusste nicht, dass es mein letzter Besuch bei ihm und mein letztes Gespr\u00e4ch mit ihm sein sollte. Er wahrscheinlich schon.<\/p>\n<p>Nur wenige Tage sp\u00e4ter sah ich ihn dann zum allerletzten Mal, bei der Trauerfeier im Hospiz am Tag, nachdem er im Schlaf aufgeh\u00f6rt hatte zu atmen. Er lag still und friedlich da. Wir nahmen Abschied.<\/p>\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter rief mich Diana an und sagte, dass Harald mit ihr noch besprochen hatte, dass ich seinen Bass bekommen soll. Ich holte ihn dann aus Haralds Wohnung ab und hing ihn hier an meine Wand.<\/p>\n<p>Ich habe bis jetzt noch keine einzige Note darauf spielen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/tim-stelzer.de\/timschraubtbass\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_3240.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1404\" data-permalink=\"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/?attachment_id=1404\" data-orig-file=\"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_3240.jpg\" data-orig-size=\"1282,3945\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 8&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1531132027&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.99&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;125&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.25&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Version 2&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Version 2\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_3240-333x1024.jpg\" src=\"http:\/\/tim-stelzer.de\/timschraubtbass\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_3240-333x1024.jpg\" class=\"alignnone size-large wp-image-1404\" width=\"333\" height=\"1024\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_3240-333x1024.jpg 333w, https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_3240-768x2363.jpg 768w, https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_3240.jpg 1282w\" sizes=\"auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><\/a><\/p>\n<h4>Das letzte Wort.<\/h4>\n<p>Dieser Text sprengt den Rahmen meines Blogs (zu dessen treuen Lesern auch Harald geh\u00f6rte) in jeder Hinsicht, sowohl inhaltlich als auch vom Umfang her. Und das ist auch gut so. Es ist mein eigener, privater Abschied, den ich aber mit der ganzen Welt teilen m\u00f6chte \u2013 und ich bin froh, dass ich das hier in meinem Blog einfach machen kann. Genau so, wie ich es will \u2013 weil ich nicht will, dass nur noch Stille \u00fcbrig bleibt. Die Welt soll wissen, wen sie mit Harald verloren hat. Oder zumindest eine leise Ahnung davon bekommen.<\/p>\n<p>Und trotzdem bleibt so viel, was noch zu schreiben, zu erz\u00e4hlen w\u00e4re. Von der unwahrscheinlichen und unerwarteten Freundschaft, die den westf\u00e4lischen Maurersohn Harald und den friesischen Lehrersohn Tim verbunden hat. Und deren Tiefe und Bedeutung einem erst doch immer erst ganz am Ende klar wird. Wir hatten in all diesem Ungl\u00fcck das Gl\u00fcck, das noch erkennen und verstehen und dar\u00fcber reden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aber besser, als Harald es in seinem letzten Gru\u00df an die Welt formulierte, der bei seiner Beisetzung verlesen wurde, kann ich das alles nicht zusammenfassen:<\/p>\n<h2><em>\u201dErst als ich krank war, merkte ich, wie wertvoll mein Leben tats\u00e4chlich war.&nbsp;Ich hatte eine Familie, die immer hinter mir stand,&nbsp;ich hatte mir Freunde erworben, auf die ich mich verlassen konnte und die mir in allen Belangen immer geholfen haben.&nbsp;Erst am Ende meines Lebens habe ich erkannt, dass Freunde und Familie schon Lebenssinn genug sind.&nbsp;Ich bin zufrieden gestorben und ich danke euch allen von Herzen!\u201d<\/em><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschied von Harald. An meiner Wand h\u00e4ngt ein neuer E-Bass. Nein. Er ist&nbsp;nicht neu \u2013 er geh\u00f6rt meinem Freund Harald Kellermann. Nein. Er geh\u00f6rte Harald. Ich schaue auf den E-Bass, es ist ein sehr sch\u00f6ner Fender Jazz Bass, aber ich sehe nur dieses kleine \u201de\u201d, das aus \u201dgeh\u00f6rt\u201d einfach \u201dgeh\u00f6rte\u201d gemacht hat. Denn am 10. &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/?p=1384\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e65 DAS VERDAMMTE KLEINE \u201de\u201d\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1384","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8SMry-mk","jetpack-related-posts":[{"id":2295,"url":"https:\/\/timschraubtbass.tim-stelzer.de\/?p=2295","url_meta":{"origin":1384,"position":0},"title":"83 KELLERMANN","author":"timschraubtbass","date":"29. 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